[HätteKubrick.Full…]

Gaddafi Stirbt!Metall Jacket in einem Origami-Sweatshop produziert, wäre Gaddafi Stirbt! dabei entstanden. Gaddafi Stirbt! ist mein erster Web-Comic, ein historischer Thriller über die jüngste Revolution in Libyen. Gaddafi Stirbt! ist der Versuch, meine besten ersten Ideen einer jeden Woche in einen kurzweiligen Action-Strip zu verdichten: visuelle Lyrik als J. J. Abrams‘ Spektakelkino.

Gaddafi Stirbt! ist der kreative Höhepunkt eines Jahres, das bislang vornehmlich aus Umzügen, Busfahrten und Bewerbungen bestand.

Gaddafi Stirbt! ist leider nicht ganz unproblematisch. Eine frühere Veröffentlichung habe ich angesichts der kontroversen Diskussion um Jason Karns‘ Fukitor verschoben. Karns wird scharf dafür kritisiert, rassistische Stereotypen von arabischen Terroristen in unreflektierter, augenscheinlich unironischer Weise aufzugreifen. Die überzeugende Kritik macht mich einigermaßen verlegen, weil Gadaffi Stirbt! und Fukitor den selben Vorbildern folgen: Dem 80er Jahre Action-Film. Gadaffi Stirbt! will dezidiert brutal, laut und blöde sein. Darin liegt die Gefahr, sich besagte rassistische Implikationen zu eigen zu machen, die den amerikanischen Action-Film so häufig tragen. Ich nahm Fukitor deshalb zum Anlass, meinen eigenen Comic soweit umzuschreiben, bis kein Zweifel daran bestehen könnte, dass Gaddafi Stirbt! nur in bester Absicht entstanden ist.

Ich verspreche nicht, dass meine arabischen, schwarzen und weiblichen – Gadaffi Stirbt! ist ebensowenig sexistisch wie rassistisch – Figuren besonders sensibel gehandhabt oder tiefgründig gezeichnet sind. Dasselbe gilt aber für die weißen heterosexuellen Männer, die Gaddafi Stirbt! bevölkern. Bei dem Comic handelt es sich nach wie vor um eine brutale, laute und blöde Angelegenheit. Aber es gibt in Gaddafi Stirbt! keine Guten oder Bösen, die an ihrer Hautfarbe als gut oder böse identifizierbar wären, keine weiße Moral versus braune Unmoral. Nur Gaddafi selbst bleibt die Karrikatur, die er zu Lebzeiten bereits gegeben hat.

Gadaffi Stirbt! geht kommenden Dienstag online, neue Episoden erscheinen wöchentlich, drei- bis viermal pro Monat.

Gaddafi Stirbt! is what Full Metal Jacket would have looked like if Kubrick had produced it in an origami-sweatshop. Gaddafi Stirbt! is my first webcomic, a historical thriller about 2011’s Lybian civil war. With Gaddafi Stirbt!, each week I try to condense all the best ideas I have into an exciting action strip: visual poetry via J. J. Abrams‘ movie spectacle.

Unfortunately, Gaddafi Stirbt! is also somewhat problematic. I already postponed an earlier publication of Gaddafi Stirbt!, after I had learned about the controversy surrounding Jason Karns‘ Fukitor. In short, Fukitor was criticized for lifting insulting and klisheed depictions of arab terrorists straight out of 80s action movies. I found the critic’s arguments very convincing, which makes me uncomfortable insofar as Gaddafi Stirbt! is modelled after the same type of films. Also it very much tries to be loud, dumb and violent. On the other hand it does not want to reproduce the aformentioned movies‘ rather racist implications. Therefore I decided to rewrite Gaddafi Stirbt! until there could be no doubt about the script’s good intentions.

I cannot promise that my arab, black and female characters – in addition to not being racist, Gaddafi Stirbt! also considers itself anti-sexist – will be handled very sensibly, much less written with any deep insights on the topic of racism itself. But the same applies to the white heterosexual male members of its ensemble. After all, Gaddafi Stirbt! continues to be a loud, dumb and violent affair. But there are no good or evil characters that could be identified as good or evil by their color of skin. Nor is there a white morality played against brown immorality. Only Gaddafi himself gets to be the caricature he already was in his lifetime.

Gadaffi Stirbt! goes online on tuesday next week. The strip is on a more or less thrice monthly schedule that allows for a week off every month.

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