[SeinIst.Nichtsein…]


…ist nicht, unterrichtet der griechische Philosoph Parmenides – oder vielmehr seine als „Göttin“ benannte, unspezifische Deität – uns. Nicht nur wähnen einige darin prototypisch das Regelwerk der philosophischen Logik verfasst: Das Sein ist nicht nur, darüber hinaus ist sein Gegenteil auch eben nicht. Mehr noch liefert das Diktum die Steilvorlage für seinen Schüler Gorgias, in dem die Antike ihren ausgezeichnetsten Redner finden wird, der uns auf hinreißende Weise aufklärt: „Nichts ist.“ Und selbst wenn es wäre, so werden wir weiterhin unterrichtet, entzöge es sich unserem Auffassungsvermögen – und täte es dies nicht, so könnten wir doch nicht reden über was ansonsten sei.



Unter Auslassung weiterführender argumentatorischer Feinheiten des Gedankens seien hier eine Reihe vorbereitender Zeichnungen präsentiert, die mich zu meinem nächsten großen Farbbild hinleiten. Es wird „Das Argument des Gorgias“ heißen und entsteht in intensiver Auseinadersetzung mit seinem inhaltlichen Gegenstand: Nichts ist.

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