[Einigermaßen.Unerquicklich…]

…nahm sich die Präsentation meines als umfangreicher Vortrag ausgearbteiteten Magisterarbeits-Exposés im soziologischen Kolloquium aus. Zusammengefasst lautete die Kritik meines mir zur Zirkus-Revue misslungenen Vorstellungsgesprächs, dass ich einen in intensiver Beobachtung eines spezifischen sozialen Settings erarbeiteten Theorieentwurf seines realweltlichen Anwendungszusammenhangs enthoben und nur noch einem metaphorischen Wortsinn nach angewandt habe auf den Gegenstand meines Interesses: Grant Morrisons „Batman“.Stellt dies in den zweifellos honorigen Literaturwissenschaften einen einwandfreien, keineswegs ehrenrührigen Modus Operandi dar, kann eine an der Aufklärung „gesellschaftlicher Tatsachen“ interessierte Soziologie sich nur unter Schmerzen zufrieden geben mit dem Reden in notwendig von einer latenten Willkürlichkeit gezeichneten Sprachbildern. In der von mir anvisierten Erklärperspektive war die Schmerzgrenze erreicht, eine Neuorientierung unumgänglich. (Diese Neuorientierung ist mir Dank der sehr konstruktiven Hilfestellungen meines Betreuers rasch gelungen, sodass ich mich mittlerweile und mit einigem Recht wieder auf Kurs wähnen darf).
Jedoch, nicht unbeträchtliche Mühen hat mich die Erarbeitung meines „Die Realität von Bildern als soziale Akteure. Superhelden Comics in synthetic situations“ betitelten Exposés gekostet, zumal ich nichtsdestoweniger – und in einiger Unbescheidenheit – glaube, einigermaßen bemerkenswerte Interpretationen der beiden sehr jungen Werke „Aetheric Mechanics“ und „Batman R.I.P.“ anbieten zu können. Deshalb möchte ich meinen Aufsatz an dieser Stelle doch einsehbar machen und hoffe, dass er dem gelegentlichen Besucher dieser Seiten zu eingier Freude und vielleicht auch Inspiration gereicht. Bewusst habe ich mich entschieden, keine Anpassungen des Textinhalts an die mir einsichtig gewordene Kritik vorzunehmen; er bleibt demnach unkorrigiert. Neben kosmetischen Stil-Korrekturen will ich mir lediglich erlauben, die schärfsten und wichtigsten Kritikpunkte dem Text gegenüber zu stellen, um dem kritischen Rezipienten den souveränen Umgang mit meinem Material zu erleichtern. Vor allem weil der Text sich sehr lang ausnimmt, erlaube ich mir zudem, ihn kapitelweise herunterzubrechen, in wenigen Tagen also mit der serialisierten Publikation beginnend…

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